„Idiolektik “


 

Idiolektik – eine achtsame Art der prozessualen Ressourcenaktivierung mit Hilfe der Eigensprache

 

 

 

Abstract

 

Die Eigensprache (Idiolekt) als einzigartiger sprachlicher „Fingerabdruck“ eines jeden Menschen enthält wertvolle Hinweise auf sein implizites Wissen. Der achtsame und spielerische Zugang zu diesem „Wortschatz“ durch einfaches und offenes Fragen nach den bildhaften Elementen unter Beachtung der körperlichen Signale schafft rasch Sicherheit im Dialog und öffnet den Gesprächspartnern kreative Räume für die Erkundung eigener Motive und Klärung von Motivationen. In dieser idiolektischen - an der Eigensprache des Gegenübers orientierten - Gesprächsführung werden die Grundbedürfnisse nach Bindung, Kontrolle, Orientierung und Selbstwert verwirklicht und unsere Gesprächspartner können sich selbst auf wertschätzende Art und Weise betrachten. Hierdurch können sich psychische Dynamiken authentisch entfalten und Klienten für sich selbst passgenaue Wachstums- und Lösungsmöglichkeiten erkunden.

 

So können wir über die Bildhaftigkeit der Sprache Zugang zur Inneren Weisheit der Klienten finden.

 

Insbesondere bei psychosomatischen Erkrankungen und Traumafolgestörungen ermöglicht uns diese Art des Dialogs einen sicheren und wirkungsvollen Einstieg in das Unbewusste.

 

Lernziele:

Kennenlernen und Ausprobieren der Idiolektischen Gesprächsführung durch Wahrnehmen der Eigensprache, Loslassen eigener Hypothesen und Konzepte, bewussten Einsatz kurzer, offener Fragen und achtsames Umgehen mit den Metaphern und Motiven der Gesprächspartner.

 

Inhaltlicher Ablauf und Didaktische Mittel:

 

 Kurzinput zur Methode mit Gesprächsbeispielen, Demonstrationsgespräche, praktische Übungen unter Supervision

 

 Vorkenntnisse: mitzubringen ist das eigene Nichtwissen, dann fällt das Fragen leichter.

 

 
 

Literatur:

 

Bindernagel D, Krüger E, Rentel T, Winkler P (Hrsg.) (2010). Schlüsselworte: Idiolektische Gesprächsführung in Therapie, Beratung und Coaching. Carl-Auer-Verlag

 

Rentel, T (2012). Hilfreiches liegt auf dem Weg – Ressourcen und Resilienz in der Eigensprache, Psychologische Medizin 23. Jahrgang 2012, Nummer 4, S. 34-45

 

Jonas, A.D, Daniels, A. (1987). Was Alltagsgespräche verraten – Verstehen Sie Limbisch? Wien (Hannibal). [Neuauflage (1996). Würzburg (Huttenscher Verlag 507)].

 

      

 

 

 

Leitung:

Dr. med. Tilmann Rentel

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter Traumatherapeut

 

Termine: 13.09.2019, 09.00 Uhr -15.09.2019, 13.00 Uhr

Umfang: 25 h

Ort: Ringeisenhaus, Pappenheimer Strasse 2, 87730 Bad Grönenbach

 

Seminargebühr: 437,50 €

 

CME-Punkte: Fortbildungspunkte sind beantragt

 


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