Startseite / Aktuelles / Informatives

Informatives

1. Bericht ├╝ber die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen des Traumazentrums Chamchamal in Kurdistan-Irak (September 2015)

2. Honorierung von geforderten Behandlungsstunden f├╝r Fachkunden/Weiterbildungen ├╝ber unsere Institutsambulanz

3. Zufriedenheit mit ambulanter Psychotherapie

4. Neuer Bedarfsplan: 282,5 zus├Ątzliche Niederlassungsm├Âglichkeiten f├╝r die ambulante psychotherapeutische Versorgung in Bayern

5. Bedingungen f├╝r eine Psychologische Praxis auf dem Land 

6. Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher gesichert

.

1. Bericht ├╝ber die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen des Traumazentrums Chamchamal in Kurdistan-Irak (September 2015)

Frau Dr. Ne┼čmil Kasumlu (Ausbildungsleiterin der SAP) und Herr Dr. Tilmann Rentel (Dozent an der SAP) gaben einen Workshop f├╝r Mitarbeiterinnen des Traumazentrums in Chamchamal (Kurdistan-Irak). Diese werden Ende September 2015 in der neu er├Âffneten Klinik in Chamchamal durch die ISIS traumatisierte Frauen aus Syrien und Kurdistan-Irak behandeln. Uns war es wichtig, ihnen in praktischen Beispielen Selbstf├╝rsorge und Psychotherapie, insbesondere Traumatherapie, nahe zu bringen. Es wurde ein sehr sch├Âner, dreit├Ągiger Workshop. Wir waren begeistert von dem Engagement und der Offenheit der Teilnehmerinnen und kamen ganz von der Sinnhaftigkeit unserer Arbeit erf├╝llt wieder zur├╝ck. 

2. Honorierung von geforderten Behandlungsstunden f├╝r Fachkunden/Weiterbildungen ├╝ber unsere Institutsambulanz

Offensichtlich ist vielen nicht bekannt, dass die Behandlungsstunden, die zum Erwerb von Fachkunden z.B. Gruppenpsychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychoanalyse ├╝ber unsere Institutsambulanz abgerechnet und honoriert werden k├Ânnen. D.h. wenn Sie zum Beispiel die Berechtigung f├╝r Gruppenpsychotherapie erwerben m├Âchten, m├╝ssen die geforderten Behandlungsstunden nicht von den Patienten bezahlt werden, sondern k├Ânnen ├╝ber unsere Institutsambulanz von der Krankenkasse honoriert werden. 

3. Zufriedenheit mit ambulanter Psychotherapie

"Die gro├če Mehrheit der Deutschen ist mit der ambulanten Versorgung bei psychischen Erkrankungen sehr zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) durchgef├╝hrte repr├Ąsentative Umfrage, die Mitte Mai in Berlin vorgestellt wurde. Demnach waren 78,9 Prozent der Befragten mit der Qualit├Ąt ihrer psychotherapeutischen Behandlung sehr zufrieden oder zufrieden, 87,3 Prozent gaben an, dass sich mit der Therapie ihre Probleme verringert haben. Dipl.-Psych. Dieter Best, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), sieht durch diese Krankenkassenstudie bisherige Forschungsergebnisse best├Ątigt, wonach der Erfolg psychotherapeutischer Behandlungen von den Betroffene sehr positiv eingesch├Ątzt wird.
F├╝r 84,5 Prozent der Patienten mit psychischen St├Ârungen ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Rund 90 Prozent der Patienten f├╝hlen sich von ihrem Hausarzt gut verstanden und ernst genommen. In 43,4 Prozent der F├Ąlle empfiehlt der Hausarzt die Weiterbehandlung bei einem Psychotherapeuten, wobei bei 70,3 Prozent der Patienten die Behandlung von einem Psychologischen Psychotherapeuten durchgef├╝hrt wird. Best wertet dies als Zeichen der guten Zusammenarbeit und gegenseitigen Wertsch├Ątzung von Haus├Ąrzten und Psychotherapeuten. In 13,1 Prozent der F├Ąlle werden die Patienten vom Hausarzt zur Weiterbehandlung an einen Psychiater oder Neurologen verwiesen, in 17,1 Prozent wird eine station├Ąre Behandlung empfohlen.
Eine Psychotherapie hat eine Reihe positiver Nebeneffekte: Bei 74,5 Prozent der Patienten hat sich das k├Ârperliche Wohlbefinden, bei 68,1 Prozent die Beziehungsf├Ąhigkeit und bei 56,9 Prozent die Arbeitsf├Ąhigkeit verbessert."

Redaktion KVB (KVB Forum 09/14)

4. Neuer Bedarfsplan: 282,5 zus├Ątzliche Niederlassungsm├Âglichkeiten f├╝r die ambulante psychotherapeutische Versorgung in Bayern

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, 
der Landesausschuss der ├ärzte und Krankenkassen in Bayern hat einen neuen Bedarfsplan f├╝r die ambulante psychotherapeutische und ├Ąrztliche Versorgung festgelegt, der jetzt zur Ver├Âffentlichung freigegeben wurde. Darin sind f├╝r Bayern in 36 Planungsbereichen insgesamt 250,5 neue Niederlassungsm├Âglichkeiten f├╝r Psychotherapeut/innen vorgesehen. Dar├╝ber hinaus gibt es in Bayern in 17 bereits gesperrten Planungsbereichen insgesamt 27 verbleibende freie Sitze f├╝r Psychotherapeut/innen, die ausschlie├člich Kinder und Jugendliche behandeln sowie in drei bereits gesperrten Planungsbereichen f├╝nf m├Âgliche Zulassungen f├╝r psychotherapeutisch t├Ątige ├ärzte. Die Tabellen mit den freien Sitzen in den jeweiligen Planungsbereichen finden Sie ├╝ber den unten stehenden Link "Mehr Informationen" im Anhang unserer Homepagemeldung. Die offizielle Ver├Âffentlichung im Bayerischen Staatsanzeiger wird am 12.7.2013 stattfinden. Die Bewerbungsfrist f├╝r diese Zulassungsm├Âglichkeiten l├Ąuft bis zum 30.8.2013. Wir empfehlen Interessent/innen, Ihre vollst├Ąndige Bewerbung schnellstm├Âglich beim zust├Ąndigen Zulassungsausschuss einzureichen.
Mit freundlichen kollegialen Gr├╝├čen
Der Vorstand

PTK Bayern
St.-Paul-Stra├če 9
80336 M├╝nchen

Tel.: 089 51 55 55-0
Fax: 089 51 55 55-25
vorstand@ptk-bayern.de
www.ptk-bayern.de

Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten K├Ârperschaft des ├Âffentlichen Rechts.
Vorstand: Dr. Nikolaus Melcop, Peter Lehndorfer, Dr. Bruno Waldvogel, Birgit Gorgas, Dr. Anke Pielsticker, Dr. Heiner Vogel, Benedikt Waldherr.
Gesch├Ąftsf├╝hrung: Alexander Hillers 
 
 

5. Bedingungen f├╝r eine Psychologische Praxis auf dem Land 

Klemens Funk, Psychologischer Psychotherapeut aus Krumbach-Niederraunau sagt dazu:

"In Niederraunau bin ich seit 1995 niedergelassen. Als Psychotherapeut aufs Land zu gehen, war nach meiner Klinikzeit zun├Ąchst nur als kurze ├ťbergangsphase geplant, bis geeignete R├Ąumlichkeiten in Augsburg gefunden waren. Doch die Skepsis hinsichtlich der Akzeptanz einer psychotherapeutischen Landpraxis schwand rasch - auch seitens der Klinikkollegen. Schon nach wenigen Jahren konnte ich in Niederraunau - einen Stadtteil von Krumbach und eigentlich ein Dorf - eigene Praxisr├Ąume bauen.

Ich war damals der erste zugelassene Psychotherapeut hier am Ort, es gab einen Nervenarzt, der mir regelm├Ą├čig Patienten geschickt hat. In der Anfangszeit musste ich mich als St├Ądter - ich bin in Augsburg aufgewachsen - schon umstellen:

Die l├Ąndliche Mentalit├Ąt der Menschen, die teilweise noch dem Aberglauben verhaftet waren, war mir etwas fremd. Ich dachte sogar erst, dass ich das nicht lange aushalte und dass das Ganze mit zu viel Aufkl├Ąrungsarbeit verbunden ist. Aber dann habe ich gemerkt, dass sich genau diese Aufkl├Ąrungsarbeit und das Eingehen auf die Menschen hier lohnen, und dass sie daf├╝r sehr zug├Ąnglich sind. Die Compliance war und ist entsprechend hoch. Dieser Kontakt zu den Menschen hat mich hier in Niederraunau recht schnell heimisch werden lassen.

Und das ist es auch, was ich jungen Kollegen sage, wenn sie mich nach einer Niederlassung auf dem Land fragen: dass sie sich auf die Mentalit├Ąt; auch auf den Dialekt der Menschen einstellen m├╝ssen. Denn ├╝ber ihre pers├Ânlichen Probleme berichten Patienten meistens in der Sprache, in der sie denken und leben. Wenn man ihren Dialekt dann versteht oder zumindest Interesse daran zeigt, dann hilft das ungemein und wird positiv honoriert.

Au├čerdem ist es als Psychotherapeut auf dem Land ganz wichtig, ├╝ber die Lebensweise der Leute und ├╝ber ihre kulturellen Hintergr├╝nde Bescheid zu wissen. Es spielen bei ihren Problemen ja immer der Lebenskontext und die Lebensbedingungen mit. Die muss man kennen und mit einer gro├čen Toleranz an diese Themen herangehen. Am besten, man beteiligt sich deshalb am Kultur- und Sozialleben der Umgebung.

So kann man auch besser den immer noch vorhandenen Vorbehalten gegen├╝ber einer Psychotherapie begegnen.

Die sind aufgrund fehlenden Anonymit├Ąt auf dem Land grunds├Ątzlich gr├Â├čer als in der Stadt. Man muss sich vor der Niederlassung deshalb sehr gut ├╝berlegen, welchen Ort man w├Ąhlt. Manchmal kann es wichtig sein, dass der Eingang zur Praxis nicht zu einsichtig ist und vielleicht um die Ecke oder in einem Hinterhof liegt. Ich habe einige Patienten, die lieber einige Stra├čen weiter parken. Fr├╝her hatte ich sogar welche, die nur kamen, wenn es abends bereits dunkel war. Das ist aber inzwischen die Ausnahmen."

Alle Informationen stammen aus dem KVB Forum Heft 7/8 2012

6. Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher gesichert

Berlin Die gesetzliche Regelung einer Mindestquote von 20 Prozent f├╝r Psychotherapeuten, die ausschlie├člich Kinder und Jugendliche behandeln, wird um zwei Jahre verl├Ąngert und gilt nun bis zum 31. Dezember 2015. Das haben die Abgeordneten des Bundestags am 06. Juni 2013 beschlossen. Damit ist auch ├╝ber den 31. Dezember 2013 hinaus jeder f├╝nfte in Deutschland zugelassene Psychotherapeut speziell f├╝r die Behandlung seelisch kranker Kinder und Jugendlicher ausgebildet.

ÔÇ×Wir freuen uns sehr, dass die gute psychotherapeutische Versorgung f├╝r alle betroffenen Kinder, Jugendlichen und deren Familien weiterhin gesichert istÔÇť, begr├╝├čt Uwe Keller, Vorsitzender der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten e.V. diese Entscheidung. ÔÇ×Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Sie und ihre Eltern brauchen gen├╝gend eigens f├╝r sie ausgebildete Psychotherapeuten mit speziell f├╝r ihre Behandlung entwickelten und erprobten Konzepten.ÔÇť

Die Bedarfsplanungs-Richtlinie mit einer integrierten Mindestquote f├╝r Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wurde erstmals 2009 beschlossen. Seitdem ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) an die Quote gebunden und hat diese im Februar 2012 durch die Zulassung von 180 neuen Praxissitzen f├╝r die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie umgesetzt.