Unser Lehrkonzept
Unserem
Konzept liegen das Anliegen und die Bereitschaft zu Grunde, Theorie und Praxis
miteinander in engen Bezug zu setzen. Neben den tiefenpsychologischen Schulen
werden auch die Kenntnisse und Ergebnisse der humanistischen Psychotherapie und
der Verhaltenstherapie integrativ mit einbezogen und Fragen der transpersonalen
Psychologie aufgegriffen.
Die tiefenpsychologisch fundierte
Psychotherapie ist als eine Kompromissbildung zwischen der analytischen
Psychotherapie und den Möglichkeiten der Krankenkassen entstanden. Sie gilt als
die am meisten verbreitete Therapieform in Deutschland.
Wir betrachten die
tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als eine eigene Therapieform, die
auf dem Hintergrund der Psychoanalyse erfahrungsorientierte Methoden der
humanistischen Psychotherapie integriert (vgl. Gerd Rudolf,
Uns liegt
eine eigene Identitätsbildung unserer Ausbildungsteilnehmer in tiefenpsychologisch
fundierter Psychotherapie am Herzen.
Durch einen
festen Kern von Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer halboffenen,
fortlaufenden Gruppe, soll Kontinuität, Gruppenzugehörigkeit und Interaktion
gefördert werden. Dies eröffnet den Raum zum persönlichen Wachstum durch
gegenseitige Anregung und Befruchtung. Unserer Meinung nach stellt die
Selbsterfahrung den wesentlichsten Teil einer Psychotherapieausbildung dar.
Durch
ständige Evaluation unserer Seminare möchten wir die Qualität einer lernenden
Organisation aufbauen und fördern.
Wir haben
nach neurodidaktischen Prinzipien unser Lehrkonzept erstellt. Das heißt Lernen
über Erfahren, Lernen über Üben und Zusehen.
Wir wollen
den Wunsch zum Lernen wecken durch eine fehlerfreundliche Lehratmosphäre und
durch Stärkung der Selbstkompetenzen.
Deshalb ist unser Curriculum
folgendermaßen aufgebaut:
1.
Selbsterfahrung in geschlossenen Gruppen und
Selbsterfahrungselemente in allen Seminaren
2.
Arbeiten in kleinen Gruppen, z. B. in der Balintgruppe und mit
Rollenspielen
(Üben, Erfahren, Zusehen, Modellernen)
3.
Eigenes Tun (learning by
doing) in § 2 und § 4
4.
Theorievermittlung nach neurodidaktischen Erkenntnissen
5.
Eigenstudium aus Büchern und in Peergroups
Was ist ein guter
Therapeut?
Was bewirkt die
Selbsterfahrung?
Welche Ausbildungsziele
haben wir?
Welche Charakteristika
hat eine optimale Lernumgebung?
Literatur:
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Dagmar Kumbier, Schwierigkeiten einer Identitätsbildung als
tiefenpsychologische Psychotherapeutin PDP 2008/7:240-249
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Luise Reddemann, Psychodynamisch Imaginative Trauma Therapie,
Klett-Cotta Verlag ISBN: 3-60889073-4
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Gerd Rudolf, Vortrag am 10.10.2009 in der Psychosomatischen Klinik
Bad Grönenbach
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Anton-Rupert Laireiter, Ulrike Willutzki (Hrsg.): Ausbildung in
Verhaltenstherapie, Hogrefe Verlag 2005